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Neues Giant Stance und Liv Embolden 2026: Trailbikes, die schon lange nicht mehr nur für Anfänger sind

Wenn man Giant Stance oder Liv Embolden sagt, denken die meisten Biker an erschwingliche vollgefederte Bikes für die ersten Schritte im Trailfahren. Doch das Modelljahr 2026 bringt beide Modelle deutlich weiter. Die neue Generation wirkt nicht mehr wie ein Kompromiss für Hobbyfahrer, in Geometrie und Fahrverhalten nähert sie sich deutlich teureren Trailbikes an.

Veröffentlicht: 20. 5. 2026
1 Min. Lesezeit
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Und ganz ehrlich? Die größte Überraschung ist nicht der höhere Federweg. Sondern wie erwachsen die neuen Bikes wirken.

Mehr Federweg und vor allem ein ruhigeres Verhalten im Gelände

Beide Plattformen kombinieren nun 140 mm Federweg vorn und 130 mm hinten. Im Vergleich zur vorherigen Generation sind das „nur“ zehn Millimeter mehr, aber auf dem Trail ist der Unterschied spürbar.

Das ältere Stance konnte in steileren oder ruppigen Passagen etwas nervös wirken. Das neue Modell fühlt sich stabiler und sicherer an – vor allem bei höherem Tempo. Außerdem hat Giant die Geometrie endlich in eine Richtung weiterentwickelt, die die meisten Fahrer heute von einem modernen Trailbike erwarten.

Ein Lenkwinkel von 65° hilft bergab, während der Sitzwinkel von 76,5° die Position beim Klettern deutlich verbessert. So wirkt das Bike selbst in steilen Anstiegen nicht träge – eine häufige Schwäche bei günstigeren Trailbikes.

Stance ist nicht mehr das „günstigere Trance“

Genau hier zeigt sich der größte Fortschritt dieser Generation. Während das frühere Stance eher wie ein Freizeit-Fully für Forstwege und leichte Trails wirkte, zielt die Version 2026 deutlich höher.

Natürlich ist es nach wie vor keine aggressive Enduro-Maschine. Aber für den normalen Trailfahrer kann das neue Stance ein überraschend leistungsfähiges Bike sein. Vor allem, wenn er keine Summen investieren möchte, bei denen heute die höheren Modellreihen beginnen.

FlexPoint bleibt weiterhin. Und das ist gut so

Giant hat das Grundkonzept der Hinterradfederung nicht komplett umgekrempelt und setzt weiterhin auf das System FlexPoint. Es nutzt eine einfache Ein-Drehpunkt-Lösung mit kontrollierter Flexibilität des Hinterbaus. Auf dem Papier wirkt das vielleicht nicht so exotisch wie die komplexeren Mehrgelenk-Systeme der Konkurrenz, aber in der Praxis hat es mehrere Vorteile:

  • geringeres Gewicht, 
  • weniger Lager, 
  • einfacherer Service, 
  • und oft auch ein sehr angenehm sensibles Ansprechverhalten. 

Für die meisten Fahrer ist außerdem wichtiger, dass das Bike ohne unnötigen Ärger funktioniert. Und genau hier ist Giant traditionell stark.

Interessant ist auch der Einsatz eigener Komponenten Giant Crest a FloTrac, die der Hersteller direkt auf die konkrete Kinematik des Rahmens abstimmt. Bei günstigeren Modellen ist das nicht ganz üblich.

Liv Embolden denkt auch an kleinere Fahrerinnen

Liv setzt beim Modell Embolden den sogenannten size-specific Ansatz fort. Und das ist nicht nur ein Marketing-Hinweis im Katalog.

Die kleineren Größen XS und S verwenden eine Kombination aus 29" Vorderrad und 27,5" Hinterrad. Das sogenannte Mullet-Setup hilft kleineren Fahrerinnen, das Heck des Bikes in engen Passagen oder steileren Abschnitten besser zu kontrollieren. Die größeren Größen M und L bekommen dann klassische 29" Laufräder für mehr Stabilität und Geschwindigkeit.

Das ist ein Detail, das Sinn ergibt. Vor allem dann, wenn manche Marken weiterhin dieselbe Lösung verwenden – unabhängig von der Rahmengröße.

Ausstattung ohne unnötige Kompromisse

Auch ein paar praktische Details werden dich freuen:

  • eine Teleskop-Sattelstütze schon in der Grundausstattung, 
  • UDH-Standard für einfacheren Service und zukünftige Kompatibilität, 
  • Steckachsen, 
  • oder eine saubere interne Kabelführung. 

Der neue, horizontal montierte Dämpfer schafft zudem Platz für einen Flaschenhalter im vorderen Rahmendreieck – bei Trailbikes ist das immer noch keine Selbstverständlichkeit.

Fazit

Giant Stance und Liv Embolden 2026 wirken nicht mehr wie ein kompromissbehafteter Einstieg in die Welt der Fullys. Die neue Generation ist deutlich moderner, im Gelände souveräner und insgesamt erwachsener als zuvor.

Ich mag Bewegung jeder Art im Sommer und Winter, am liebsten erkunde ich jedoch die Landschaft auf dem Rennrad.

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