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Schweizer Seen und Berge an einem Tag: Entdecken Sie Seealpsee und Ebenalp

Möchten Sie sich auspowern und haben einen freien Tag in der Schweiz? Machen Sie einen Spaziergang auf die Ebenalp – den nördlichsten Gipfel der Appenzeller Alpen. Ich teile einen Tipp, den ich persönlich erprobt habe.

Veröffentlicht: 22. 7. 2025
1 Min. Lesezeit
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Auf Ebenalp kehren wir im Grunde bereits zum dritten Mal zurück und diesmal haben wir uns für einen ganztägigen Ausflug entschieden. Unter den eigentlichen Bergmassiv gelangen Sie mit dem Auto oder Sie können den Zug nutzen. Parkplatz und Bahnhaltestelle befinden sich im Ort Wasserauen. Beides haben wir ausprobiert. Mit dem Auto ist es zeitlich einfacher. Mit dem Zug muss man etwas genauer planen, aber auch das haben wir beim letzten Besuch hervorragend geschafft. Der Vorteil ist, dass die Bahnhaltestelle direkt neben dem Parkplatz liegt und von beidem sind es wirklich nur ein paar Minuten zur Seilbahn oder zu den eigentlichen Starts Ihrer Route. Es gibt hier unzählige Routen, Möglichkeiten und Kombinationen, also liegt es an Ihnen, was Sie wählen.

Unser Start begann in den Hügeln, wohin wir bis auf eine Höhe von 1.640 m ü. NH mit der Seilbahn fuhren. Schon die Tatsache, dass man sich auf Gipfeln höher als unsere Schneekoppe befindet, ist ein atemberaubendes Erlebnis. Von der Seilbahn gingen wir in Richtung Hütte Schäfler, die auf 1.924 m ü. NH liegt. Der Weg dauerte etwa 1,5 Stunden und man geht hauptsächlich bergauf auf einem ordentlichen Weg. 

Von der Hütte Schäfler stiegen wir ab und auf etwa weitere 1,5 Stunden zur Hütte Mesmer, die auf 1.613 m ü. NH liegt. Bei der Hütte gab es eine Pause für eine ordentliche Brotzeit – tschechisches Schnitzel mit Schweizer Brot. Die Beine ausruhen und dann geht es wieder bergauf.  

Anschließend stiegen wir auf einen steilen Hügel auf eine Höhe von 1.897 m ü. NH. Hier führte der Weg bereits über steinige Gipfel. Für die Männer war es immer noch Spaß, für mich war es manchmal eine Herausforderung. Ich schaute lieber in die Ferne oder über mich. Nach unten zu schauen war mir nicht mehr sehr angenehm, also hielt ich einfach die Hände am Stahlgeländer und hob die Füße, bis wir endlich den Gipfel erreichten

Jetzt erwartete uns überwiegend ein Abstieg. Während der nächsten Stunde erreichten wir die Hütte Meglisalp, die auf 1.517 m ü. NH liegt. Hier gab es als Belohnung Kaffee und es folgte ein langer Abstieg von etwa 2,5 Stunden zum See Seealpsee auf 1.141 m ü. NH. Von dort aus ging es bereits durch den Wald zurück ins Dorf Wasserauen (868 m ü. NH) zum Auto.

TIPP: Für diese Wanderung habe ich mir einen neuen Rucksack zugelegt. Ich habe mich für Salewa Puez entschieden. Anfangs waren wir nicht ganz die besten Freunde, aber nach gemeinsamen Wanderungen in der Schweiz kann ich den Rucksack guten Gewissens weiterempfehlen.

Unterwegs findet man hier und da Wegweiser, aber erwarten Sie auf keinen Fall etwas so Häufiges wie unsere touristische Beschilderung. Andererseits kann man sich kaum verlaufen, da es an jeder Kreuzung einen Wegweiser gibt. Was ich sehr schätze und mich erneut überrascht hat, ist die Angabe der Entfernung in Form der benötigten Zeit zur Bewältigung der Strecke, nicht in Kilometern. Ich kann sagen, dass diese Zeiten wirklich stimmen. Der anspruchsvollste Abschnitt, den wir gegangen sind, war mit 40 Minuten ausgeschildert, und auch wir haben ihn in etwa 45 Minuten geschafft. Um sich eine Vorstellung zu machen – wir sind keine Hochgebirgstouristen. Ich sage nicht, dass wir nur vor dem Fernseher sitzen, wir versuchen, unsere Zeit aktiv zu verbringen, mit Bewegung und Wandern, aber wir sind keine Profis, die das ohne außer Atem zu geraten und Schweißtropfen schaffen würden.

Der Weg an sich war für mich persönlich ein Erlebnis, stellenweise geht man nicht einmal auf einem Weg, sondern nur auf nackten Steinen und eher „Ziegenpfaden“. An kritischen Stellen sind Geländer angebracht, an denen man sich festhalten kann. Auf der Strecke hatte ich oft das Gefühl, natürliche Treppen zu gehen, und am nächsten Tag machten sich das meine Knie deutlich bemerkbar.

Laut Wegweisern sollte der Rundkurs etwa 7,5 Stunden dauern. Laut mapy.cz etwas über 7 Stunden. Wir haben es geschafft, ihn in 9 Stunden zu bewältigen. Ich denke, das war eine angemessene Zeit für drei längere Pausen in Hütten und zum Füße ins Seewasser halten. Ich kann also die Einschätzung beider Wegweiser bestätigen. Insgesamt haben wir ungefähr 15 km zurückgelegt, 800 Meter nach oben und über 1500 Meter nach unten.

Für manche mag das viel sein, für andere wenig. Für mich persönlich war es eine Wanderung, an die ich gerne zurückdenken werde. Ich bin stolz darauf, wie gut wir die Tour gemeistert haben, und danke meinen Mitreisenden, dass sie Geduld hatten und mir Zeit gaben, mich immer wieder zu akklimatisieren.

Ich mag gut verbrachte Zeit. Es geht mir nicht um Leistungen, sondern um Erlebnisse. Das Leben besteht aus kleinen Schritten, bei denen man nach und nach einen Fuß vor den anderen setzt und das Ergebnis sich zeigt. In der Einfachheit liegt eine Schönheit, die es zu schätzen gilt.

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