Unerwartet angenehmes Hardtail - Cannondale Trail 7 aus der Sicht unseres Kunden Jirka Tůma

Die amerikanische Marke Cannondale muss nicht großartig vorgestellt werden. Fahrräder mit fast schon kultigem Ruf sind in unseren Breiten bereits seit längerer Zeit erhältlich. Erst relativ kürzlich wurden diese Bikes jedoch auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich, insbesondere durch den Preis.
Das Modell Trail 7 ist das preisgünstigste Modell dieser Marke. Das Fahrrad ist auf einem Aluminiumrahmen mit dem Beinamen Save aufgebaut, welcher, wie der Name schon sagt, die Vibrationen dämpfen soll, die sich durch den Rahmen auf den Fahrer übertragen. Ein zweifellos sympathisches Merkmal ist die interne Kabelführung. Es fehlt auch nicht das beliebte konische Steuerrohr und die Flat-Mount-Befestigung der Hinterradbremse. Der Rahmen ist überraschenderweise im neuen Boost-Standard gefertigt, was als Schritt des Herstellers betrachtet werden kann, der den Käufer erfreuen kann.
Die Preisgünstigkeit des Fahrrads spiegelt sich natürlich in der Wahl der Komponenten wider – von der SR Suntour XCM-Gabel mit einem Federweg von 100 mm kann man keine Wunder erwarten, die ihre deutlich teureren Altersgenossen vollbringen würden. Pluspunkte gibt es jedoch für die Möglichkeit des Lockouts, der aber nur an der Krone der Gabel verfügbar ist. Die FSA Alpha Drive-Kurbeln sind auf einem klassischen Vierkantlager montiert, auch dies ist ein Tribut an den Preis des Fahrrads. Der Umwerfer stammt aus der Shimano Altus-Reihe, die Gesamtzahl der Gänge beträgt 18, also handelt es sich um eine neunstufige Kassette. Shimano M315-Bremsen bieten in ihrer Klasse eine solide Bremsleistung, für diesen Fahrradtyp sind sie ein wenig chamäleonartig – einigen Bikern könnten sie gefallen, aber andere werden nicht zufrieden sein. Es wird stark davon abhängen, in welchem Gelände man mit dem Bike unterwegs ist. Die Pedale sind wahrscheinlich die größte Schwachstelle dieses Fahrrads. Kunststoffplattformen sind nichts, was der Benutzer wünschen würde. Der Sattel, die Sattelstütze, der Lenker und der Vorbau wurden direkt vom Hersteller unter seiner eigenen Marke geliefert. Die Reifen stammen von WTB, Modell WTB Ranger 2.25.
Das Fahrrad ist vom Hersteller als Trailbike konzipiert. Ich werde mich nicht in Wortklaubereien einlassen, denn jeder wird eine andere Meinung darüber haben, wie ein Trailbike sein sollte. Am Rahmen befindet sich unter anderem ein Aufkleber, der darauf hinweist, dass das Fahrrad für kurze Vorbauten und breite Lenker konzipiert ist. Zusammen mit dem angegebenen Lenkwinkel von 68,5° präsentiert es sich als Maschine, die jede Menge Spaß im leichten und mittelschweren Gelände bieten sollte. Beim Aufsitzen auf das Fahrrad erscheint fast ein breites Grinsen im Gesicht. Das Fahrrad liegt angenehm in der Hand, die Sitzposition ist weder zu gestreckt noch übermäßig aufrecht. Auf Straßenüberführungen fährt das Trail willig, ebenso auch im Gelände. Das Fahrrad wiegt 15 kg, was kein beeindruckender Wert ist. Die Reifen rollen gut auf hartem und mittelhartem Untergrund, verlieren sich auch im trocknenden Schlamm nicht und ihre Selbstreinigungsfunktion ist gut. Die Gabel arbeitet so, wie sie sollte, große Unebenheiten dämpft sie gut, mit den kleineren ist es schon etwas schwieriger. Der Rahmen ist bei Tretbewegungen ziemlich steif, es kommt nicht zu dem Gefühl, dass er seitlich nachgibt. Der Hinterbau dämpft bei Fahrten im unebenen Gelände angenehm die Stöße, natürlich nur in begrenztem Maße im Rahmen von Starrrahmen und Aluminium als Baumaterial. Der Sattel absorbiert kleine Vibrationen passabel, ich habe keine größeren Beschwerden dazu.

Was kann man also abschließend zu diesem Fahrrad noch sagen? Die vom Hersteller gewählte Sitzposition ist sehr angenehm, aus der vorherigen Beschreibung könnte jedoch der Eindruck entstehen, dass ich das Fahrrad wegen seiner Ausstattung verurteilen möchte. Das ist keineswegs der Fall. Es muss nämlich hinzugefügt werden, dass der Preis des Fahrrads knapp 17.000,- Kč beträgt, und dann erscheint das Fahrrad in völlig anderem Licht. Die solide Grundlage des Fahrrads ist der Rahmen, und dieser ist den Konstrukteuren von Cannondale gelungen. Die verbleibenden Komponenten sind zwar fast schon Low-End, können aber bei vernünftiger Handhabung durchaus lange halten und es ist kein großes Problem, sie auszutauschen. Ich würde das Fahrrad allen Bikern empfehlen, die ein Bike für leichtes und mittleres Gelände suchen, aus irgendeinem Grund ein begrenztes Budget haben und kein Gebrauchtbike wollen.
Jiří Tůma
PS: Ein paar Worte von Koloshop :-)
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Jiří Tůma, dass er uns von sich aus seine Erfahrungen mit dem gekauften Fahrrad zugesandt hat. Es hat uns wirklich sehr gefreut und vielen Dank, Jirko!
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