Ich hatte die Möglichkeit, eine Minipumpe der Marken Pedalsport und Topeak auszuprobieren. Jede ist in etwas anders, ihren Zweck erfüllen aber beide gleich – den Schlauch aufzupumpen. Welche hat im Test gewonnen?
Ihr seid irgendwo weit weg auf einer Ausfahrt, habt keine Lust, die Pumpe mitzuschleppen, aber im Trikot habt ihr die Rettung dabei. Das könnte eine der Minipumpen, Minikompressoren sein – oder nennt es, wie ihr wollt. Einfach eine elektrische Mini-Fahrradpumpe. Typen und Marken gibt es gleich mehrere; auf Domestik könnt ihr zum Beispiel über die beliebte Pumpe Cyplus nachlesen.
Die elektrische Luftpumpe von Cycplus war unter anderem der Bestseller des letzten Jahres im Onlineshop von Koloshop. Und ich bin nicht überrascht, es ist genau eines dieser Dinge, von denen man…
In der heutigen Rezension vergleichen wir jedoch eine elektrische Fahrradpumpe von Topeak und Pedalsport miteinander.
Schon auf den ersten Blick sieht man einen deutlichen Unterschied in der Größe der Pumpen. Die von Pedalsport passt in die Rückentasche des Trikots, und man merkt sie kaum, während die von der Marke Topeak aufgrund ihrer Größe etwas unpraktisch ist und ich eher empfehle, sie in einer kleinen Tasche zu transportieren. Hier sehe ich also einen ziemlich großen Unterschied und ich wage zu behaupten, dass das für viele ein entscheidender Faktor sein wird. Schließlich will niemand mehrere Stunden lang im Trikot 124 g im Fall von Pedalsport vs. 162 g bei Topeak mit sich herumtragen.
Die Abmessungen von Pedalsport sind 32 × 45 × 72 mm, während Topeak 59 × 35 × 86 mm hat.
Was die Leistung betrifft, habe ich bisher beide Pumpen beim Nachpumpen von Rennrad- und MTB-Schläuchen sowie beim Aufpumpen eines Balls ausprobiert. Auf dem Display sieht man während des Pumpens den aktuellen Druck in bar oder PSI und gleichzeitig auch den Batteriestand. Beide Pumpen schalten sich automatisch ab, sobald der eingestellte Druck erreicht ist, sodass man den Druck nicht im Auge behalten muss.
Pedalsport schafft laut Hersteller mit einer Akkuladung ungefähr drei MTB-Reifen 29 × 2,35" auf 2,1 bar oder zwei Rennradreifen 28 × 622 auf 7 bar.
Topeak gibt je nach Reifentyp etwa 3–6 Aufpumpvorgänge pro Ladung an – zum Beispiel vier Reifen 700 × 25C auf 5,5 bar oder sechs Reifen 700 × 40C auf 2,8 bar.
Was einen bei der ersten Nutzung überraschen kann, ist ihre Lautstärke. Von einer so kleinen Pumpe könnte man einen nahezu leisen Lauf erwarten, aber das Gegenteil ist der Fall. Beim Aufpumpen muss man mit einem recht deutlichen Geräusch rechnen. Andererseits sind es nur ein paar Dutzend Sekunden, sodass das bei einer Panne irgendwo am Straßenrand definitiv kein Grund ist, die Pumpe nicht zu benutzen.
Beide Pumpen kommen mit den gängigen Ventilarten zurecht, sodass Sie sie sowohl beim Rennrad als auch beim MTB nutzen können. Praktisch ist vor allem der mitgelieferte Schlauch, den Sie bei längerem Aufpumpen oder höherem Druck schätzen werden. Die Pumpe ist dadurch nicht direkt an das Ventil angeschlossen und lässt sich einfacher handhaben. Zudem hilft der Schlauch dabei, die beim Aufpumpen entstehende Wärme abzuleiten.
Beide Minipumpen haben mich während der Nutzung positiv überrascht und meiner Meinung nach haben sie ihren Platz in der Ausrüstung jedes Radfahrers, der zu längeren Ausfahrten aufbricht. Der größte Vorteil ist ihre Einfachheit. Sie stellen den gewünschten Druck ein, schließen die Minipumpe an und den Rest erledigt sie von selbst.
Wenn ich mir aber eine aussuchen müsste, würde ich zur Pedalsport greifen. Am meisten überzeugt haben mich ihre Größe und ihr Gewicht. In der hinteren Trikottasche merkt man sie praktisch gar nicht, was meiner Meinung nach genau das ist, was man von einer Notfall-Minipumpe fürs Fahrrad erwartet. Topeak bietet zwar einen sehr ähnlichen Zweck und auch gute Leistung, aber seine größeren Abmessungen sind für mich nicht mehr so praktisch.
Elektrische Minipumpe ersetzt natürlich weder die klassische Pumpe fürs Aufpumpen zu Hause, noch ist es etwas, das man bei jeder Fahrt benutzen wird. Als kleine Absicherung für den Fall einer Panne ist sie meiner Meinung nach jedoch ein hervorragender Helfer. Und wenn man dann irgendwo weit weg von zu Hause einen Platten hat, ist man froh, dass man diese paar Gramm in der Tasche dabei hat.
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