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Fahrradtaschen: Wie man auswählt und die Ausrüstung fürs Bikepacking sinnvoll packt

Die Wahl der passenden Fahrradtasche war noch nie so einfach. Die Hersteller überbieten sich mit Größen, Materialien, ausgeklügelten Verschlüssen und einer unkomplizierten Montage – so findet jeder, wirklich jeder, die richtige für sich und sein Fahrrad. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt, damit Ihre Bikepacking-Tour zu einem angenehmen Erlebnis wird.

Veröffentlicht: 11. 6. 2026
1 Min. Lesezeit
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Brašna na kolo ist nicht nur ein notwendiger Begleiter beim Bikepacking. Es gibt viele Radfahrer, die ihre wichtigsten Dinge lieber in einer Fahrradtasche verstauen als in einer vollgestopften Trikottasche. Ich bin einer von ihnen. Ich entscheide mich lieber für eine ausreichende Anzahl an Taschen. Zum Teil liegt das daran, dass ich meist kein eng anliegendes Trikot mit Taschen trage und eher einen lockereren Schnitt beim Oberteil wähle, vor allem aber stört es mich, eine Regenjacke, einen Snack, das Handy, Schlüssel und überhaupt alles, was ich mit mir herumtrage, auf dem Rücken zu haben.

Worauf man bei der Auswahl achten sollte

Neben der Größe der Tasche und der Position ist es wichtig, daran zu denken, ob der Fahrradrahmen die Montage eines Gepäckträgers zulässt oder ob Sie genügend Platz im Rahmen haben usw. Mit gewissen Einschränkungen haben in diesem Fall häufig Besitzer von vollgefederten Bikes zu tun, die durch die Konstruktion des Fahrrads bei der Auswahl geeigneter Taschen deutlich eingeschränkt sind.

Einschränkungen spüren auch Besitzer von absenkbaren Sattelstützen. An diesen ist es nicht geeignet, klassische Gepäckträger zu montieren, wenn sie nicht direkt mit der absenkbaren Sattelstütze kompatibel sind – es gibt aber auch spezielle Lösungen, sodass das kein komplettes Ausschlusskriterium ist, sondern nur die Auswahl einschränkt.

Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die Wasserdichtigkeit. Manche Taschen sind nur wasserabweisend, und bei längerem Regen dringt mit der Zeit Feuchtigkeit ein. Bei Dingen wie Elektronik, Wechselkleidung oder Essen kann das ziemlich unangenehm sein. Wenn man regelmäßig bei jedem Wetter fährt oder mehrtägige Touren plant, ist es sinnvoller, zu vollständig wasserdichten Taschen mit verschweißten Nähten und Rollverschluss zu greifen.

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Nicht zuletzt: Wenn Sie über eine Lenkertasche nachdenken und einen Rennlenker haben, müssen Sie auch die Größe selbst berücksichtigen. Nicht jede Tasche passt zwischen die Lenkerbögen, und selbst wenn sie dort technisch hineinpasst, lässt sich ihr Volumen aufgrund der Form und des begrenzten Platzes möglicherweise nicht vollständig nutzen.

Wo überall kann ich eine Tasche montieren

Was die Position betrifft, werden Taschen eingeteilt in:

  • Rahmentaschen (Rahmentaschen können wir dann noch in innere unterteilen, die in das Rahmendreieck gehören, und in solche, die oben auf dem Rahmenrohr angebracht werden),
  • Satteltaschen,
  • Lenkertaschen
  • und gegebenenfalls an der Gabel.

Eine weitere Einteilung könnte dann nach der Art der Befestigung erfolgen: separat oder an verschiedenen Halterungen und Gepäckträgern.

Jede Tasche hat ihren vorgesehenen Einsatzzweck

Damit meine ich: In eine kleine Satteltasche am Rennrad werde ich wahrscheinlich weder mein Handy stopfen wollen, und für einen ganztägigen Ausflug brauche ich nicht zwingend einen 14-Liter-Bikepacking-„Sleeve“.

Wie ich schon in der Einleitung geschrieben habe, gibt es wirklich viele Möglichkeiten – und auch wenn es Ihnen so vorkommt, als hätten Sie am Rahmen nicht einmal Platz für eine kleine Servicetasche, findet sich in den meisten Fällen eine Lösung (auch wenn es bei manchen Rahmen wirklich knapp ist – vor allem bei kleinen Fullys oder Carbonrahmen mit komplizierter Geometrie).

Wie man richtig packt

Seit vielen Jahren begegnen wir Radfahrern mit einer Tasche über dem Hinterrad – und das funktioniert. Viele Ausflügler auf E-Bikes haben diesen Trend heute noch verstärkt. Es gibt zwar keine in Stein gemeißelte Regel, und natürlich kann jeder seine Taschen so packen, wie es ihm passt. Trotzdem lassen sich einige Empfehlungen finden.

Die erwähnte Gruppe der Wochenendausflügler hat oft eine Tasche hinten und kümmert sich weder um Beladung, Handling noch Stabilität.

Wenn Sie aber zu denen gehören, die ihr Gepäck effizient transportieren möchten und einen längeren Trip oder Bikepacking planen, kann es sinnvoll sein, etwas über die Gewichtsverteilung nachzudenken.

Viele Unerfahrene achten nämlich oft nur auf das Volumen der Taschen – sie wollen einfach möglichst viel fürs Geld. Erfahrenere hingegen beschäftigen sich mit der Lage des Schwerpunkts und einer passenden Verteilung der Last.

Schwere Gegenstände sollten grundsätzlich so tief wie möglich und so nah wie möglich an der Mitte des Fahrrads untergebracht werden. Deshalb ist eine Rahmentasche meist der effektivste Stauraum für Werkzeug, Elektronik und Essen, also für die schwersten Essentials. Es gibt kleine Taschen für den normalen Alltag sowie Vollrahmen-Varianten, die das gesamte Rahmendreieck ausfüllen. 

Sattel- und Lenkertaschen eignen sich dann vor allem für leichtes, voluminöses Equipment, wie zum Beispiel Ersatz-Oberbekleidung oder eine Windjacke.

Eine Gabeltasche kommt dann zum Einsatz, wenn Sie mehr Ausrüstung mitnehmen müssen und die Last besser zwischen Vorder- und Hinterbau des Fahrrads verteilen wollen. Häufig kommen hier eher voluminösere Dinge hinein oder ein Teil der Ausrüstung, der hilft, das Gesamtgewicht beim Bikepacking auszubalancieren.

Diese Aufteilung ergibt vor allem dann am meisten Sinn, wenn Sie bereits mehr Gepäck mitnehmen und das tatsächliche Gewicht eine Rolle spielt. Wenn Sie jedoch nur eine universelle Lösung für normale Ausflüge oder das tägliche Pendeln zur Arbeit suchen, müssen Sie es nicht übertreiben – eine einfache Rahmentasche reicht oft völlig aus.

Speziallösungen – wenn der Rahmen nicht viel hergibt

Es ist nicht ungewöhnlich, dass manche Radfahrer freiwillig auf den Flaschenhalter zugunsten einer Servicetasche verzichten. Das ist auch eine Lösung, wenn der Fahrradrahmen nicht allzu viel erlaubt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Entweder können Sie eine Flasche verwenden, die gleichzeitig als Stauraum für Werkzeug dient, oder es gibt alternative Systeme wie z. B. Fidlock, die nach dem Prinzip der magnetischen Befestigung funktionieren und es ermöglichen, Flasche und weiteres Zubehör ohne klassischen Halter und ohne die Notwendigkeit zeitaufwendiger Haltermontagen zu kombinieren.

Wie ich das handhabe

Wie ich in der Einleitung erwähnt habe, versuche ich, nichts in den Taschen zu tragen, deshalb habe ich mehrere Taschen und wähle je nach Länge der geplanten Strecke. Eine Satteltasche habe ich ständig am Rad, egal ob ich 20 oder 100 Kilometer fahre. Sie dient als Werkzeug- und Reparaturset.

Eine Oberrohrtasche nutze ich – außer im Winter – ebenfalls die ganze Zeit. Darin habe ich meistens Telefon, Taschentuch, eventuell einen Riegel, Geld, Kopfhörer, manchmal eine Powerbank.

Seit Jahren nutze ich das Fidlock-System, und wenn ich für einen Ausflug zum Beispiel Ersatzschläuche für die Kinder mitnehmen muss, nutze ich diese Lösung im Rahmen.

Wenn ich zu einem ganztägigen Trip aufbreche, ergänze ich dieses Set um eine kleinere 4l-Lenkertasche. Sehr gut gefällt mir die POC Ultra Bar Bag – die Befestigung am Lenker ist eine Sache von ein paar Sekunden, und 4 Liter reichen mir völlig für alles, was ich für einen ganztägigen Ausflug brauche.

Fürs Bikepacking verwende ich dann ein Taschenset der Marke Apidura, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Diese Lösung ermöglicht es mir, mich für mehrere Tage zu packen und die Last sinnvoll zu verteilen – auch ohne Full-Frame-Tasche. Die nutze ich nicht – ich habe mich lieber für eine Lösung an der Gabel entschieden, damit ich nicht auf die Trinkflaschen verzichten muss.

Fazit: Es gibt keine universelle Lösung

Jeder Rahmen, jeder Fahrstil und jeder Kopf ist ein bisschen anders eingestellt.

Wichtig ist aber, nicht nur darüber nachzudenken, wie viel in die Taschen passt, sondern auch wo Sie es unterbringen, wie es das Fahrverhalten des Fahrrads beeinflusst und wie schnell Sie während der Fahrt darauf zugreifen können.

Ich bin Vater von zwei Bike-Jungs; der Wunsch, vom Asphalt auf einen Feldweg abzubiegen, hat mich vom Rennrad zum Gravel gebracht. Ich habe keine Rennambitionen — ich streife lieber umher und entdecke neue Strecken in den heimischen Bílých Karpatech. Ich fotografiere und filme gern, deshalb gehört die Kamera bei so mancher Ausfahrt zur Ausrüstung. Radfahren ist einfach eine Lebensart, und das Schreiben ist für mich ein natürlicher Teil davon.

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