Die diesjährige Lauf-Wettkampfsaison haben wir genauso wie im letzten Jahr gestartet – in Italien. Langsam wird daraus eine schöne Tradition. Im März, zu Beginn des Frühlings, herrschen hier angenehme 15 °C und vor allem nur wenige Touristen, weil die Hauptsaison noch weit entfernt ist. Diesmal sind wir mit der Gruppe zum Rennen Sciacche Trail aufgebrochen, das in der Region Cinque Terre stattfindet.
Cinque Terre ist eine Küstenregion im Nordwesten Italiens in der Region Ligurien und zählt zu den schönsten Abschnitten der italienischen Küste. Der Name bedeutet „Fünf Länder“ und bezeichnet fünf kleine Dörfer – Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore –, die auf steilen Klippen über dem Meer liegen. Typisch sind hier bunte Häuschen, schmale Wege und terrassierte Weinberge, die sich an den Hängen oberhalb der Küste entlangziehen.
Die Landschaft ist sehr hügelig; vom Meer aus steigt das Gelände schnell in steile Hänge an, was man besonders beim Laufen oder Wandern merkt. Die gesamte Region ist geschützt und in die UNESCO-Liste eingetragen. Neben den atemberaubenden Ausblicken ist sie auch für ihren Weinbau bekannt, zum Beispiel für den süßen Wein Sciacchetrà. Cinque Terre ist der ideale Ort für alle, die die Verbindung von Meer, Bergen und aktiver Bewegung lieben, etwa Laufen oder Wandern.
Wir sind am Mittwochabend mit dem Auto nach Italien aufgebrochen, was sich als großartige Idee herausstellte: keine Staus und eine entspannte nächtliche Fahrt. Am Donnerstagmorgen sind wir angekommen, sodass wir gleich einen schönen sonnigen Tag genießen konnten. Untergebracht waren wir in Monterosso al Mare, wo zugleich Start und Ziel des Rennens waren – ein riesiger Vorteil, keine Wege dazwischen.
Sobald wir eingecheckt hatten, sind wir in der Umgebung losgelaufen, bis ins Nachbardorf Vernazza. Diese Strecke war Teil des Rennens, und schon bei diesem Lauf haben wir gemerkt, dass das Rennen nicht ganz einfach werden würde, aber davon ließen wir uns definitiv nicht aus der Ruhe bringen :).
Den Rest des Tages haben wir eher ausgeruht. Der Freitag verlief ähnlich: ein lockerer Lauf, das Abholen des Startpakets, gutes Essen und die klassische Ruhe vor dem Sturm.
Am Freitag um 22:00 startete das 100-km-Rennen, bei dem ein Mitglied unseres Teams lief. Unser 47-km-Rennen startete am Samstag um 7:30, und am Start standen von unserer Gruppe fünf.
Das Wetter war absolut ideal, rund 15 °C und leicht bewölkt. Der Start erfolgte auf dem Platz Piazza Garibaldi, und gleich von Beginn an wartete der erste große Anstieg zum Kap Punta Mesco auf uns. Auf den ersten drei Kilometern absolvierten wir über 300 Höhenmeter, und das überwiegend über Treppen und schmale Pfade.
Es folgte ein Gratabschnitt über Colla Bagari bis zum Pass Colla di Gritta, wo wir bereits über 400 Höhenmeter gesammelt hatten. Danach kam ein weiterer vier Kilometer langer Abschnitt mit etwa 250 Metern Höhenunterschied und anschließend der Abstieg in das Bergdörfchen Reggio, kurz nach dem zehnten Kilometer.
Nach einem längeren Downhill erwartete uns der Anstieg über Drignanu hinauf zum Gratweg Alta Via; von dort ging es weiter zum höchsten Punkt des Rennens – Monte Malpertuso (765 m n. m.). Bei Kilometer 17 hatten wir damit ungefähr 1200 Höhenmeter in den Beinen.
Vom Colle del Telegrafo folgte ein Abstieg in Richtung Küste, vorbei am Heiligtum Montenero, bis nach Riomaggiore, dem ersten der Dörfer der Cinque Terre, das knapp hinter dem 30. Kilometer liegt.
Von Riomaggiore erwartete uns ein steiler Anstieg über Treppen in das Weinanbaugebiet Cantina Cinque Terre und anschließend der Abstieg nach Manarola (35. km). Von dort führte ein weiterer anspruchsvoller Anstieg zwischen den Weinbergen nach Volastra und danach ein schöner Singletrail oberhalb des Meeres nach Corniglia (40. km).
Von Corniglia verlief die Strecke entlang der Küste über Vernazza bis ins Ziel nach Monterosso al Mare.
Das Rennen war sehr anspruchsvoll, vor allem wegen der großen Anzahl an Treppen. Auf 47 Kilometern sind wir ungefähr 2600 Höhenmeter aufgestiegen.
Mit der ersten Hälfte bin ich persönlich nicht besonders gut zurechtgekommen, ich hatte ein bisschen mit dem Kopf zu kämpfen und hatte keine Lust zu racen. Ungefähr um den 20. Kilometer hat sich das aber gedreht, ich kam ins Rollen und plötzlich lief es richtig gut. Die Kräfte haben bis ins Ziel gereicht, das ich knapp unter sieben Stunden als 15. Frau und 3. in meiner Kategorie erreicht habe.
Diesen Lauf kann ich mir ohne Laufstöcke nicht vorstellen, bergauf und vor allem auf den Treppen haben sie mir deutlich geholfen. In den technischen Downhills habe ich meine Lieblings-Trailschuhe Saucony Xodus Ultra 3 sehr geschätzt. Was die Verpflegung angeht, habe ich auf die bewährte Marke Penco gesetzt. Die komplette Pflichtausrüstung, inklusive Wasser und Verpflegung, hatte ich in der Laufweste Silva verstaut.
Diesen Ausflug und den Lauf empfehle ich auf jeden Fall – man sieht dort ein echtes Stück Italien und alle Dörfer haben einen großen Charme. Was anstrengender war als der ganze Lauf, war direkt am nächsten Tag die Heimfahrt: 12 Stunden mit kaputten Beinen im Auto zu sitzen, ist wirklich nicht angenehm. Wenn möglich, würde ich diesen Trip nach dem Rennen daher um einen zusätzlichen Tag verlängern.
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