Nach längerer Zeit hatten wir endlich wieder eine ganztägige Kinderbetreuung, also haben wir nicht lange gefackelt und sie zu 100 % genutzt. David hat eine super Route geplant, tolle Stopps ausgesucht und sogar das Wetter hat er irgendwie organisiert. Wohin hat es uns diesmal verschlagen?
Mit dem Auto sind wir bis nach Litoměřice gefahren, wo wir auf der Střelecký ostrov direkt am Radweg geparkt haben, von dem aus wir gestartet sind. Entlang der Elbe nach Křešice und dann direkt nach Osten bis an den Rand des Kokořínsko – schmale Straßen, Felsen, Blockhäuser und keine Zäune. Es ist wirklich schön hier.
Vor Zahrádky konnte David sich einen gravel-Einschub nicht verkneifen – über Barbořins Steinbrücke aus dem Jahr 1836 und durch die Lindenallee. Von Zahrádky nach Zákupy wollten wir wegen des Verkehrs nicht durch oder nahe Česká Lípa fahren.
Auch so herum war der Verkehr auf der gesamten Strecke wohl am stärksten. Es gibt hier aber Geraden mit schönen Straßen, und diesen Abschnitt sind wir schnell und entspannt gefahren. Dann ging es nur noch über Lidnava zur Brauerei Cvikov, wo wir in der Brauereicafeteria zu Mittag gegessen und Kaffee getrunken haben. Unsere Bewertung: 8/10 – wir haben recht lange aufs Essen gewartet, aber ausnahmsweise hatten wir es nicht eilig, daher hat es uns nicht allzu sehr gestört.
Von Cvikov aus sind wir dem Radweg 3007 gefolgt und anschließend dem 3054 rund um Velký Buk und Klíč. Das war für uns ein zusätzlicher Umweg, und es war einer der schönsten Abschnitte der Route – Hügel, keine Autos und wunderschöne Ausblicke auf die Lužické hory.
Vor Kamenický Šenov durften wir einen Stopp an der Panská skála nicht auslassen, und weiter geht’s. Auf der alten Bahntrasse, die zum Radweg 3056 Varhany umgebaut wurde und langsam abfällt, rollt es wie von selbst – wieder ohne Autos. In Wolfartice verlassen wir sie und nehmen Kurs auf České středohoří.
Dann fahren wir über Verneřice und Lovečkovice. Trotz der Hauptstraße ist hier nicht viel Verkehr, schöner Asphalt und uns bekannte Ausblicke, die signalisieren, dass es nur noch „über den Hügel“ ist.
Dann bleibt uns nur noch, hinunter zur Labe zu rollen und nach Litoměřice zurückzukehren, wo wir uns im Kávě s párou einen wohlverdienten Kaffee und ein Stück Kuchen gönnen.
Die Strecke brachte insgesamt 158 km mit 1946 m Höhenmetern, also keine wilde Bergtour, aber auch keine flache Route am Wasser entlang.
Unterwegs sollte man daran denken, wo man anhalten kann: In der ersten Hälfte war mehr Verkehr und es gab Kneipen und kleine Läden praktisch in jedem Dorf. Im středohoří gibt es deutlich weniger Stellen, an denen man etwas zu trinken kaufen kann, und es ist gut, das einzuplanen.
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