Der Unterschied zwischen Mountainbike-Reifen (MTB) und Straßen-, Trekking- und Gravel-Reifen ist bereits auf den ersten Blick erkennbar. Bevor wir jedoch zur eigentlichen Auswahl der Reifen übergehen, sollten wir die Unterschiede in den Eigenschaften und Spezifikationen besprechen.

Mountainbike (MTB) Reifen - Gelände, Abfahrten, steinige Wege
Durchmesser: 26” (559 mm), 27.5" (584 mm) oder 29" (622 mm)
Breite: 50-76 mm (2,00-3,00")
Profil: Schmalere Reifen mit glatterem Profil für schnelle Geländefahrt. Breitere Reifen mit größeren Stollen für besseren Halt und Traktion in unebenem, nassem, schlammigem und steinigem Gelände. Offene Profile mit guten Selbstreinigungseigenschaften für schlammiges Gelände.
Mischung: Weichere Mischungen bieten bessere Haftung bei Nässe, aber kürzere Lebensdauer auf hartem Untergrund. Härtere Mischungen bieten schnelleren Abrollwiderstand, aber geringere Haftung im Gelände. Es werden auch Kombinationen von 2 bis 3 Mischungen in einem Reifen für mehr Vielseitigkeit verwendet.
Straßenreifen - Asphaltstraßen
Durchmesser: 28” (622 mm, kann auch als 700c bezeichnet werden)
Breite: 19-32 mm
Profil: Meistens glatt oder mit sehr feinem Profil, um überschüssiges Wasser abzuleiten und somit besseren Kontakt bei Nässe zu gewährleisten.
Mischung: Härter für schnelles Fahren auf Asphaltstraßen und hohe Kilometerlaufleistung.
Trekking, Cross und Stadtreifen - Waldwege, Radwege, Asphaltstraßen
Durchmesser: 28” (622 mm, kann auch als 700c bezeichnet werden)
Breite: 28-50 mm
Profil: Glatteres oder feineres Profil in der Mitte des Reifens zum Abrollen, gröberes Profil an den Seiten des Reifens für Sicherheit in Kurven.
Viele Varianten von Reifen mit Pannenschutz

Gravel-Reifen - glatter Untergrund, Radwege, Wald- und Feldwege
Was heute aktuell ist, ist morgen schon nicht mehr. Der Markt für Fahrräder und Fahrradkomponenten entwickelt sich ständig weiter und ein immer größerer Trend ist die Vergrößerung und Erweiterung. Das gleiche gilt für Mountainbike (MTB) Reifen. Dennoch ist die Auswahl der passenden Reifen für Ihr Mountainbike nicht allzu kompliziert, wenn Sie sich an drei Hauptfaktoren halten (Raddurchmesser, Fahrstil und meistgefahrene Oberfläche) und einigen Nebenfaktoren (Breite, Gewicht, Wulstausführung, Mischung, Schlauch- oder Tubeless-Variante).
Für die richtige Auswahl der Reifengröße sind der Reifendurchmesser und die Breite entscheidend. Diese Werte werden bei Mountainbikes meist in Zoll angegeben. Der Reifendurchmesser muss mit dem Durchmesser der Räder (Felgen) übereinstimmen, also kommt es darauf an, ob Sie Räder mit einem Durchmesser von 26”, 27,5”, 28” oder 29” haben.

Die Reifenbreite ist eine Frage der subjektiven Präferenz. Es ist jedoch zu beachten, dass je breiter die Reifen sind, desto größer ist die Auflagefläche, was zu einem höheren Rollwiderstand führt, aber gleichzeitig bewältigt der Reifen anspruchsvolleres Gelände. Im Gegensatz dazu zeichnen sich schmalere Reifen durch Leichtigkeit und größere Geschwindigkeit aus. Auf dem Markt finden Sie Mountainbike-Reifen meist in Breiten von 2,00-3,00”.
Empfohlen 2,00-2,30” für normale Fahrradtouren, 2,30-2,60” für Trail- oder Endurofahrten.

Mit der Größe der Reifen hängt auch das Gewicht des Reifens zusammen. Leichtere Reifen haben eine längere Lebensdauer, helfen dem Fahrrad schneller zu beschleunigen und beim Fahren wird weniger Kraft aufgewendet. Andererseits sind leichtere Reifen anfälliger für Pannen.
XC Race / Marathon: Bei Rennen und Marathons ist die Priorität maximale Geschwindigkeit und das geringste Gewicht (500 - 700 g), auch auf Kosten einer größeren Anfälligkeit für Pannen.
XC Tour: Für lange Ausflüge ist die Priorität gute Traktion, Geschwindigkeit und Langlebigkeit sowie geringes Gewicht (600 – 800 g).
All Mountain / Enduro: Für technisches Fahren, hervorragende Langlebigkeit und Traktion auch auf Kosten von ein paar Gramm mehr (800 – 1200 g).
DH / Freeride: Für Abfahrten und Freeride. Hervorragende Traktion und Langlebigkeit im anspruchsvollen Gelände, hohe Widerstandsfähigkeit und Gewicht (900 – 1400 g).
Das häufigste Oberflächen-Schema laut Herstellern ist: Hart, gemischt, steinig, sandig, Schlamm, Straße. Die beste Leistung und ein gutes Fahrgefühl sind für jeden Radfahrer entscheidend. Um diese Bedürfnisse zu befriedigen, ist es wichtig zu erkennen, dass sich der gleiche MTB-Reifen auf der Straße anders verhält als im Gelände. Aus diesem Grund gibt es bei MTB-Reifen oft kleine oder größere Unterschiede im Profil. Beispielsweise wird sich auf der Straße am besten ein MTB-Reifen mit sehr feinem oder glattem Profil verhalten. Der Reifen wird definitiv schneller sein und es werden ihn keine "Stolpersteine" wie Stollen oder Stacheln behindern. Für Effizienz bei Nässe und Schlamm ist die Selbstreinigungsfähigkeit des Reifens wichtig. Mit größeren Abständen im Profil ist die Selbstreinigung größer. Wenn der Reifen verschmutzt ist, wird er nicht richtig rollen und Sie müssen viel mehr Anstrengung aufwenden. Die Oberflächenart und das Wetter für die Fahrt können unterschiedlich sein, daher ist eine sehr gefragte Wahl der Reifen ein universeller Reifen (harte, gemischte steinige Oberflächen). Spezifische Bedingungen (Schlamm, Nässe), bei denen der universelle Reifen weniger effektiv ist, erfordern natürlich eine spezifische Reifenwahl.

Die Wulstausführung, als Befestigungsart des Reifenumfangs im Felgenbett, wird in Draht- oder Kevlarwulst unterteilt. Reifen mit Kevlarwulst sind zwar teurer, aber dafür leichter und bieten zudem eine einfachere Montage und Demontage vom Felgenbett. Logistik und Lagerhaltung sind auch besser als bei der Drahtvariante. Einen Ersatz-Kevlarreifen (auch "Faltreifen") können Sie zusammengefaltet und transportiert im Rucksack auf dem Rücken oder auf dem Fahrrad transportieren. Ein Reifen mit Drahtwulst bewahrt seine runde Form und kann nicht gefaltet werden. Beim Falten wird er im Inneren des Reifens deformiert und kann dann "eiern".

Jeder Reifen besteht aus einem Textilgerüst und Gummimischung. Härtere Mischungen haben eine längere Lebensdauer, weniger Rollwiderstand und sind auch widerstandsfähiger gegen Durchstiche. Andererseits hat die weichere Mischung mehr Haftung, mehr Traktion, lässt sich besser steuern und ist allgemein besser für Geländebedingungen geeignet. Um die bestmöglichen und effizientesten Eigenschaften des Reifens zu erzielen, verwenden Hersteller oft 2 bis 3 sinnvoll verteilte Mischungen (z.B. die 3C-Mischungen von Maxxis, siehe Bild unten) je nach Bedürfnissen des Geländes.

TPI (Threads per Inch) gibt die Faserdichte im Reifengerüst an. Zum Beispiel bedeutet 3×60 TPI drei Layer mit einer Dichte von 60 Fasern pro Zoll.
Für Rennen wählen Sie eine höhere TPI, für anspruchsvolle Bedingungen eine niedrigere TPI mit Schutzschichten

Wenn Sie ein Tubeless-System in Erwägung ziehen, ist zum Kauf von Tubeless-Reifen auch ein spezieller Felgensatz und Ventile erforderlich, was zu höheren Anfangskosten führt. Der Vorteil liegt hier im niedrigeren Reifendruck, da kein Schlauch verformt werden kann. Dank des niedrigeren Drucks sind die Reifen im Gelände griffiger. Tubeless-Reifen bei den heutigen Kevlarreifen finden Sie meist unter der Bezeichnung Tubeless Ready (TLR, TR). Bei der Wahl von Tubeless-Reifen ist die Verwendung eines speziellen Tubeless-Dichtmittels (sog. Milch) erforderlich, das Löcher bis zu 6 mm Durchmesser je nach Hersteller verschließt. Dank dieser Funktion können Sie auch dünnere, leichtere Reifen verwenden und damit den Rollwiderstand und das Gewicht reduzieren. Wenn Sie sich nach dem Lesen des Artikels dennoch nicht sicher sind, was die Wahl des richtigen Straßenreifens betrifft, stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter der Nummer 417 532 677, per E-Mail unter info@koloshop.cz oder in einem unserer Ladengeschäfte zur Verfügung.

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