Das MSR Hubba Hubba NX-Zelt hatte ich im letzten Monat die Gelegenheit, in den Alpen zu testen. Der erste Ort, an dem wir das Zelt aufbauten, war auf dem Gletscher unterhalb des Grand Capucin. Ohne es zuvor aufgebaut gesehen zu haben. Aus der Plastikfolie zogen wir eine (einzige) Stange heraus. Die Ein-Stangen-Konstruktion des Zeltes ist eine großartige Erfindung. Der Aufbau des Zeltes geht viel schneller, innerhalb von fünf Minuten ist das Zelt bezugsfertig.
In den nächsten Tagen nutzten wir das schöne Wetter ausgiebig, unter anderem bestiegen wir den Gervasutti-Pfeiler am Mont Blanc du Tacul und die Route L’Echo de Alpages auf dem Grand Capucin. So schnell wie das Zelt aufgebaut war, so schnell ist es auch abgebaut, dank sowohl der Ein-Pole-Konstruktion als auch des praktischen Kompressionssacks.
Es handelt sich um ein ultraleichtes Zelt für zwei Personen. Mit allem Drum und Dran wiegt es nur 1,72 kg und ist zudem äußerst kompakt. Wenn die Stangen herausgenommen werden, kann der Rest des Zeltes auf ein sehr kleines Maß zusammengefaltet werden. Das Zelt ist vielleicht primär für Trekking gedacht, aber angesichts seiner Eigenschaften eignet es sich meiner Meinung nach auch hervorragend für Bergsteiger in den Bergen. Für sein Gewicht ist das Zelt überraschend robust, weshalb ich mich für dieses entschieden habe.
Das Zelt haben wir auch zur Hütte Envers mitgenommen. Wir fanden einen idealen Platz auf den Steinen, ziemlich im Windschatten. Hier schätzten wir die Möglichkeit des schnellen Aufbaus sehr. Kaum hatten wir das Zelt mit Steinen befestigt, begann es zu regnen. Bei der Zeltplane gibt der Hersteller eine Beständigkeit von 1200 mm an. Das Wasser fließt schön um unser Zelt herum ab. Für den Zeltboden wird eine Beständigkeit von 3000 mm angegeben. Der Zeltboden erscheint mir ziemlich dünn, was oft nicht stört, aber bei häufigem Übernachten auf kleinen Steinen könnte ich Angst haben, dass er reißt. MSR bietet jedoch auch einen zusätzlichen leichten Zeltboden an, der genau auf das Zelt passt.
Der Innenraum von 213 x 127 cm bietet ausreichend Platz sowohl zum Schlafen als auch zur Aufbewahrung von Rucksäcken und anderen Dingen. Er ist 1 m hoch, sodass man sich darin bequem hinsetzen kann. Über dem Kopf und den Füßen befinden sich große Netztaschen, in die alle kleinen Gegenstände verstaut werden können. Persönlich würde ich noch ein paar solcher (gerne auch kleinerer) Taschen zu schätzen wissen. Das Zelt hat zwei Eingänge, sodass jeder der Bewohner noch einen relativ geräumigen Vorraum zur Verfügung hat, der auch ideal zum Kochen ist.
Der letzte Ort, an dem wir das Zelt ausgiebig getestet haben, war erneut auf einem Gletscher, diesmal unterhalb der Pyramide du Tacul. Das unbeständige Wetter hat unsere ursprünglichen Pläne durchkreuzt. Am Abend konnten wir noch bei schönem Wetter über die Südwand auf die Dent du Géant laufen. Am nächsten Tag sah es schon schlechter aus.
Wir sind nur zum Aiguille du Midi gegangen. Bereits am Vormittag versuchte ich auf dem Weg umherfliegende Isomatten und Zelte aufzusammeln, die von dem hohen Tempo aus dem Zeltlager unterhalb des Cosmique, das direkt dem Wind ausgesetzt ist, an uns vorbeirasten.
Einige Dinge konnten wir fangen, andere flogen so schnell vorbei, dass wir keine Chance hatten. „Uff, zum Glück haben wir uns gestern die Mühe mit dem Befestigen gemacht und haben das Zelt zumindest etwas im Windschatten“, atme ich auf.
Dort, wo er stand, war ein völlig anderes Zelt, verankert mit unseren Eispickeln und Heringen (die, wie bei den meisten Zelten, ziemlich klein sind und für den Gletscher sollten es definitiv größere sein, z.B. auch von MSR). Für uns eine unverständliche Situation.
Wir erfahren von Passanten, dass unser Zelt ebenfalls weggeflogen ist. Die Heringe reichten nicht aus, obwohl sie mindestens 30 cm tief eingegraben waren. Die Verankerungen mit den Eispickeln hielten zwar, aber die zu ihnen führenden Schnüre rissen. Die Jungs haben unser Zelt gefangen und an einem tief vergrabenen Stock befestigt und hatten wohl den Eindruck, dass die Verankerung zum zweiten Zelt gehört. "Na ja, Hauptsache, das Zelt ist hier.", kommentiere ich die Situation und mache mich auf den Weg, um ordentliche Steine zu sammeln. Für die Verankerung wählen wir diesmal lieber lange Dyneema-Schlingen und es scheint diesmal bombenfest zu sein. Wir legen uns hinein.
Trotz des anhaltend starken Winds ist die Konstruktion des Zelts wirklich stabil und wir schlafen gut. Mit frühem Weckruf machen wir uns auf den Übergang der Teufelsnadeln. Bis zwölf Uhr sind wir zurück am Zelt. Diesmal hat alles gehalten. Die Spannschlaufen am Zelt scheinen wirklich stabil zu sein.
Insgesamt bewerte ich dieses Zelt hervorragend. Die positiven Erfahrungen überwiegen eindeutig. Es hat mich durch das ideale Verhältnis von Gewicht, Widerstandsfähigkeit und Platz im Zelt so sehr überzeugt, dass ich mich schließlich entschied, es auch mit zusätzlich Bodenschutz zu kaufen.
Text und Foto: Anča Šebestíková, Quelle: vertone.cz
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